Aktuelles zum Hochzeitswingert

Liebe Freunde des Hochzeitswingerts,

wie kann der 2022er werden? Bei der Hitze? Bei der Trockenheit? Blicken wir zurück. Das Frühjahr war „wie üblich“, der Austrieb und die Blüte lagen im „Mittel“.

Niederschläge im April (Schnee der langsam einsickerte, und das in der Pfalz) und ein kräftiger Regen Ende Juli halfen den jungen Reben zu überleben. Einige Junganlagen werden „angegossen“ also mit Tropfschläuchen bewässert, was sehr wassersparend abläuft. Mittelalte (> 10 Jahre) und alte Reben wurzeln sehr tief und ernähren sich von der noch vorhandenen Feuchte aus tiefen Regionen. Sicherlich fehlt etwas Regen von oben, so dass der Ertrag wohl etwas geringer ausfällt. Andererseits sind die lange trocken gebliebenen Trauben kerngesund. Mehltau und andere Pilze hatten bisher kaum eine Chance. Die starke Sonne lässt die Trauben schnell reifen, was hohe Mostraten bringen kann. Der Alkoholanteil steigt, die Säure wird milder. Also beobachten die Winzer die Qualität genau und ernten dieses Jahr wohl etwas früher, um den Duft zu erhalten. Bereits jetzt (Mitte August) werden frühreife Sorten geerntet, die zu „Federweißen“ verarbeitet werden. Dafür geeignet sind Sorten wie Ortega, Solaris, Regent und andere. Erwartet wird, dass bereits Ende August Trauben vom Chardonnay und Sauvignon blanc gelesen werden.

 

Und der Riesling?

Er ist eine späte Sorte. Diese Woche soll es regnen, er wartet darauf. Wenn dann wieder die Sonne scheint,  „wow“. Vielleicht. Nun, der Regen kam nicht. Auch der Regen der für die Woche darauf vorausgesagt wurde kam „annerschwu“ (pfälzisch) runter. Der Riesling reift weiter (Ende August) und baut Säure ab. Die Beeren sind kleiner aber kerngesund. Niemand weiß wann gelesen werden kann. Um die typische Restsäure zu erhalten werden die Trauben beobachtet und auf Reife geprüft. Der Duft an Apfel, Limone, Pfirsich wird auch durch die typische Restsäure beeinflusst. Es kann also sein dass nicht Ende September/Anfang Oktober geerntet wird, sondern möglicherweise 1-2 Wochen früher, abhängig von Wetter. Das geht dann „Schlag auf Schlag“, möglicherweise zusammen mit den mittelfrühen Sorten.

 

Deshalb haben wir keinen Termin für die Weinlese und das Hoffest. Wir lassen es ausfallen.

Wir denken an ein Alternativfest im Frühjahr, dann wenn der Hochzeitswein abgefüllt wird.

 

Drücken Sie sie Daumen. Wir wünschen uns warme, keine heißen Tage, und kühle Nächte, so wie es der Riesling will. 

 

Zum Beginn des Dürkheimer Wurstmarktes am 9. September kam endlich der Regen. Bis zum 15. September hatten wir etwa 50 Liter pro Quadratmeter. Die Wetterwarte meldet, dass der September zu feucht und zu kalt sei. Es soll kühl bleiben aber trocken. Vielleicht wird die Ernte doch noch gut.

 

 

Gerne beantwortet Jürgen von der Au Ihre Fragen.

hochzeitswingert@casinogesellschaft.de